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Der Burglengenfelder Radsportler Wolfgang Brandl vom TV Burglengenfeld gewann zwei Straßenrennen

Radsport | TV Burglengenfeld
27. Mai 2026 in Radsport Aktuelles

Der Burglengenfelder Radsportler Wolfgang Brandl vom TV Burglengenfeld gewann zwei Straßenrennen

6 Rennen in 4 Tagen mit 2 Siegen

 

Der Semiprofiradsportler Wolfgang Brandl vom TV Burglengenfeld war über das lange Wochenende bei Rennen in ganz Deutschland erfolgreich unterwegs. Insgesamt standen sechs Rennen in vier Tagen auf dem Programm – mit zwei Siegen und weiteren starken Platzierungen.

 

Den Auftakt machte der für das Radsportteam Marx Städter – Bikescheune startende Semiprofiathlet an Christi Himmelfahrt das Traditionsrennen „Rund in Refrath“ bei Köln, das bereits zum 75. Mal ausgetragen wurde. Wechselhaftes Wetter mit immer wieder einsetzenden Regenschauern stellte das Fahrerfeld vor große Herausforderungen. Durch das hohe Tempo zerfiel das Hauptfeld früh in mehrere Gruppen. Wolfgang Brandl versuchte mehrfach, sich in entscheidenden Ausreißergruppen zu platzieren, verpasste jedoch letztlich die entscheidende Gruppe. Im finalen Sprint des Feldes belegte er dennoch einen starken 6. Platz in der Kontinental- und Eliteklasse.

 

Bereits am Freitag ging es weiter nach Niederbayern zum erstmals ausgetragenen Fraunhofer-Kriterium. Auf dem technisch anspruchsvollen Kurs am Straubinger Festplatz am Hagen, wo jährlich auch das Gäubodenfest stattfindet, traf sich die bayerische Radsportelite. Brandl übernahm von Beginn an die Initiative und setzte direkt nach dem Start eine Attacke. Gemeinsam mit drei weiteren Fahrern konnte er sich früh vom Feld absetzen. Schnell wurde deutlich, dass diese Gruppe den Sieg unter sich ausmachen würde. Der Burglengenfelder überzeugte besonders in den insgesamt zwölf Wertungssprints, in denen er kontinuierlich Punkte sammelte und seinen Vorsprung ausbaute. Nachdem die Spitzengruppe das Hauptfeld sogar überrundet hatte, stand dem souveränen Sieg nichts mehr im Wege.

 

Am Samstag führte die Reise weiter nach Oberfranken. In Kulmbach warteten kalte und wechselhafte Bedingungen mit Regen und nasser Fahrbahn auf die Fahrer. Dort bestritt Wolfgang Brandl gleich zwei Rennen an einem Tag. Zunächst stand das Masters-Rennen für Fahrer über 40 Jahre auf dem Programm, anschließend das stark besetzte Eliterennen.

Im Masters-Rennen lag seine Aufgabe zunächst darin, seine Teamkollegen zu unterstützen, Ausreißversuche zu kontrollieren und Sprintvorbereitungen zu übernehmen. Nachdem Brandl jedoch eine Wertung mit großem Vorsprung gewinnen konnte, nutzte er den Moment und erhöhte das Tempo weiter. Kurzzeitig konnte ein weiterer Fahrer folgen, doch nach einer erneuten Tempoverschärfung setzte sich Brandl endgültig ab und fuhr als Solist seinem zweiten Wochenende-Sieg entgegen.

Nur kurze Zeit später startete er trotz müder Beine auch noch im Eliterennen. Dort traf er unter anderem auf einen Olympiateilnehmer, Nationalfahrer sowie einige der besten Kriteriumsfahrer Deutschlands. Das Rennen wurde von Beginn an mit hohem Tempo gefahren – trotz teilweise nasser Straßen lag die Durchschnittsgeschwindigkeit bei beeindruckenden 47 km/h. In den Wertungssprints konnte der „Velobulle“ regelmäßig punkten. Gegen die zahlenmäßige Überlegenheit der Konkurrenzteams reichte es am Ende dennoch „nur“ zu einem starken 5. Platz, auf den Brandl trotzdem sehr stolz sein kann.

 

Am Sonntag stand schließlich noch ein weiterer Doppeleinsatz in Sachsen an. Beim Rennen in Hainichen bei Chemnitz dominierte Wolfgangs Team das Masters-Rennen eindrucksvoll und belegte geschlossen die Plätze eins bis vier. Dank einer taktisch geschlossenen Mannschaftsleistung war man der Konkurrenz klar überlegen. Sichtlich gezeichnet von den vielen Rennkilometern, den langen Reisen und den vorherigen Wettkämpfen konnte Brandl diesmal nicht wie gewohnt aktiv ins Renngeschehen eingreifen. Dennoch erreichte er einen respektablen 7. Platz.

Über 1.500 Kilometer Anreise, sechs Rennen in vier Tagen, zwei Siege sowie insgesamt vier Top-7-Platzierungen – für Wolfgang Brandl fällt das Fazit des Rennwochenendes entsprechend positiv aus.

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